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17. April 2019 | von Chris Huff

Stellen Sie sich vor: Sie sind eine Bank mit einer sehr detaillierten und präzise ausgeführten Kreditvergabe. Der Vorgang ist vollständig optimiert und läuft reibungslos. Sollte er ganz oben auf die Liste für Automatisierung? Gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Viele Unternehmen sind unsicher, welche ihrer vielen Prozesse am ehesten für eine Automatisierung in Frage kommen. Die Antwort wird Sie überraschen. Während Sie vielleicht annehmen, dass der größte Gewinn in der Automatisierung ineffizienter Prozesse besteht, ergibt sich der unmittelbarste Nutzen tatsächlich aus der Anwendung von Robotic Process Automation und intelligenter Automatisierung auf priorisierte, klar definierte und gut ausgeführte Prozesse.

50 % der Prozesse sind für eine Automatisierung bereit

Viele Führungskräfte wären überrascht, wie viele optimierte Prozesse es tatsächlich in Ihrem Unternehmen gibt. Gemäß der ersten Benchmarking-Studie zu Intelligent Automation von Forbes Insights und Kofax, halten die meisten Unternehmen ihre Prozesse für priorisiert und optimal funktionierend. Fast ein Drittel behauptete, alle ihre Prozesse seien für das Erreichen ihrer Ziele optimiert, während eine weitere Hälfte erklärte, die meisten seien optimiert.

Das McKinsey Institute hat sogar festgestellt, dass 50 % der manuellen Tätigkeiten automatisiert werden können. Max Cheprasov, Chief Automation Officer bei Dentsu Aegis, hält sogar 75 % der Routineaufgaben in seiner Firma für automatisierungsfähig.

Diese Beobachtungen entsprechen auch den Ergebnissen in unserer Umfrage. Es gibt breitgefächerte Möglichkeiten für Intelligent Automation in Unternehmen. Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, dass mindestens 60 % der Verarbeitung automatisiert werden könnte, fast ein Fünftel ging sogar von 80 % aus.

Das sollte niemanden überraschen. Schließlich gibt es normalerweise zahlreiche, komplexe Bestandsprozesse, die praktisch jedes Unternehmensziel unterstützen. Während einige einfach sind, wie die Aufnahme neuer Kundenaufträge oder das Erstellen von Rechnungen, sind andere komplexer, wie z. B. die Kreditvergabe.

Die Vorteile der Automatisierung

Obwohl viele Unternehmen ihre Prozesse durch Erfahrung, Forschung und/oder Versuch und Irrtum optimiert haben, besteht trotzdem noch die Möglichkeit von Verbesserungen durch eine Automatisierung. Der nächste Schritt zur Steigerung der Produktivität liegt in der Nutzung intelligenter Automatisierung zur Konvergenz digitaler (Automatisierung) und physischer Mitarbeiter in einem gemeinsamen Betrieb, der nach dem Motto „Work like Tomorrow“ agiert. Unternehmen, die nach dem Motto „Work like Tomorrow“ agieren, genießen Vorteile wie verbesserte Service Levels, reduzierte Betriebskosten und höhere Produktivität, da die Automatisierung zur Erhöhung der Kapazität und zur Stärkung der physischen Belegschaft führt.

Unternehmen profitieren in vielerlei Hinsicht von der Anwendung von RPA und Intelligent Automation auf sich wiederholende, manuelle Aufgaben. Diese Technologien beseitigen Fehler, halbieren die Verarbeitungszeit, bieten hundertprozentige Genauigkeit und erhöhen die Kapazität um mehr als 50 %. Noch wichtiger ist: Die Automatisierung entlastet Ihre Mitarbeiter von lästigen Aufgaben und ermöglicht ihnen, sich auf wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren, die eine persönliche Beteiligung erfordern.

Darüber hinaus hat die Automatisierung zur Verbesserung der Produkt- und Servicequalität eine direkte Auswirkung auf den Ertrag. Bei Banken ist beispielsweise der oben erwähnte Prozess der Kreditvergabe in der Regel genauestens definiert. Wenn Finanzinstitute Roboter für Aufgaben, wie die Beurteilung von Immobilienbewertungen und Verbraucherdaten einsetzen, verringern sie die Verarbeitungszeit.

Genau diese Erfahrung machte die P&N-Bank in Westaustralien, als sie Software-Roboter für die Vergabe von Baufinanzierungsdarlehen einsetzte. Zwei Roboter extrahieren die erforderlichen Finanzierungsdaten und Auftragsbewertungsberichte. Zwei weitere bewerten die Informationen, laden sie in die zentrale Kreditvergabeplattform der Bank hoch und führen das Geschäft fort. Das Ergebnis? Die Bank verarbeitet nun ihr jährliches Kreditvolumen mit 11 % weniger Personaleinsatz.

Zukunftsorientierte Unternehmen wie die P&N Bank sorgen durch operative und strategische Nutzung intelligenter Automatisierung für mehr Zufriedenheit bei Kunden und Mitarbeitern und differenzierteren Wettbewerb. Das hört sich nicht nur gut an. Die Vorteile sind greifbar, z. B. in Form von mehr Umsatz und größeren Gewinnmargen.

Der Einstieg

Der erste Schritt zur Automatisierung ist die Identifikation der Prozesse, die am besten für RPA und Intelligent Automation geeignet sind. Der Benchmarking-Studie zufolge sind die fünf am häufigsten automatisierten Prozesse die Qualitätskontrolle (43 % der befragten Führungskräfte), Technologieerweiterung (42 %), Finanztransaktionen und -berichte (35 %), Kundenerfahrung (32 %) und die Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen (32 %). Daher ist es sinnvoll, in diesen Bereichen mit der Evaluierung zu beginnen.

Die meisten Führungskräfte erklärten darüber hinaus, die Ausführung ihrer Prozesse sei präzise und konsistent. 68 % gaben an, ihre Prozessausführung sei entweder etwas oder sehr detailliertund 75 % merkten an, die Ausführung ihrer Prozesse sei konsistent oder sehr konsistent. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Sie – ähnlich wie diese Unternehmen – wahrscheinlich Dutzende Prozesse in den oben genannten Bereichen entdecken, die sich hervorragend für RPA und Intelligent Automation eignen.

Sobald Sie strategisch bestimmt haben, wie und wo Sie diese Technologien einsetzen wollen, können Sie festlegen, mit welcher Priorität Sie die einzelnen Prozesse automatisieren. Dies ist die nächste Steigerung der Produktivität und Unternehmen, die RPA und Intelligent Automation zügig in ihre optimierten Prozesse integrieren, verschaffen sich so einen Wettbewerbsvorteil im Zeitalter der Digitalisierung. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um nach dem Motto „Work like Tomorrow“ zu agieren.

Gemäß einem aktuellen Bericht von Forbes Insights